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16.03.2010 / Ausland / Seite 8

»Diese Utopie der Revolution ist anachronistisch«

Uruguays Regierung muß Reife zeigen und auf Verhandlungen setzten. Ein Gespräch mit José »Pepe« Mujica

Angela Nocioni
José »Pepe« Mujica (74) ist seit dem 1.März 2010 Präsident Uruguays. In den 60er und 70er Jahren war er einer der Führer der Stadtguerilla-Bewegung MLN-Tupamaros

Sie wurden Ende November 2009 als Kandidat der »Frente Amplio« (»Breite Front«) zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Wie verhindern Sie, daß dieses sehr heterogene Bündnis auseinanderfällt?

Wir mußten lange lernen, die verschiedenen Strömungen in der »Breiten Front« zusammenzuhalten. Es erfordert viel Arbeit und viel Intelligenz. Aber unsere Leute wollen die Einheit. Diese bildet die Bedingung für ihre Unterstützung. Das Mitte-Links- Bündnis ist nicht das Werk eines Führers. Die Allianz ist eine Forderung der Basis. Sie wird mit einem einfachen Rezept von unten zusammengehalten: Wer die Front zerbricht, verliert.

Gibt es noch weitere Gründe?

Ja. In Uruguay gibt es eine Kultur der politischen Verhandlungen. Nicht zufällig existieren mit der Nationalen und der Colorado-Partei zwei Gruppierungen, di...

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