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15.03.2010 / Inland / Seite 4

Optimierung durch Krise

Bremen: Nach Massenentlassungen im vergangenen Jahr werden jetzt wieder Hafenarbeiter ­eingestellt – mit Zeitverträgen, und für ein Drittel weniger Lohn

Johannes Schulten
Es klingt wie blanker Hohn. Noch Mitte vergangenen Jahres hatte sich der Gesamthafenbetriebsverein (GHB) in Bremen und Bremerhaven gezwungen gesehen, aufgrund von Auftragseinbrüchen im Hafen 1000 der insgesamt 2700 Arbeitsplätze zu vernichten. Vergangene Woche wurde nun bekannt, daß der GHB dabei ist, 300 neue Leiharbeiter von Zeitarbeitsfirmen anzuheuern, um sie im Hafen einzusetzen. 60 haben nach Informationen von Radio Bremen bereits ihren Dienst aufgenommen, 240 sollen in den kommenden Monaten folgen. Von einem für die 2009 Entlassenen mit dem Betriebsrat ausgehandelten »Rückkehrrecht« ist inzwischen keine Rede mehr.

199 der entlassenen Hafenarbeiter waren vor Gericht gezogen, um gegen die Kündigungen vorzugehen. Am Donnerstag erklärte das Arbeitsgericht Bremerhaven in 21 Fällen die Entlassungen für »unwirksam«. Damit schloß sich Richterin Ursula Rinck bereits in den vergangenen Wochen an den Arbeitsgerichten Bremen und Bremerhaven gefallenen Entsche...

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