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13.03.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Land für ein Butterbrot

»Kolonialismus des 21. Jahrhunderts«: Konzerne und Staaten kaufen und pachten die besten Böden in Entwicklungsländern, vor allen in Afrika

Tomasz Konicz
In vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt findet derzeit die größte Landnahme seit dem Ende des Kolonialismus statt. Konzerne und Regierungsorganisationen aus Schwellen- und Industriestaaten kaufen vor allem in Afrika riesige Agrarflächen auf, um dort Lebensmittel oder Nutzpflanzen für ihre heimischen Märkte anzubauen. Der Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats für das Recht auf Nahrung, der Belgier Olivier de Schutter, stellte Anfang März einen diesbezüglichen Bericht vor, der Landkäufe oder -pachtungen in Entwicklungsländern erfaßt. Demnach sind seit 2006 bis zu 20 Millionen Hektar Anbauflächet von ausländischen Investoren aufgekauft oder langfristig gepachtet worden. Diese Fläche entspricht in etwa einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Böden in der EU.

Der Bericht benennt rund ein Dutzend Staaten Afrikas, denen angeboten wurde, ganze Landstriche an ausländische Konzerne, Investmentfirmen oder Regierungsorganisationen zu verkauf...

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