13.03.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Schwarz-braunes Bündnis

Rechte Skandalserie bei sächsischen Christdemokraten reißt nicht ab: In Limbach-Oberfrohna will die CDU gemeinsam mit der NPD »gegen Extremismus« kämpfen

Lenny Reimann
Der Landesverband der sächsischen CDU ist seit langem dafür bekannt, am rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen. Während der Freistaat laut Angaben von Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt die bundesweite Statistik über von Neonazis verübte gewalttätige Übergriffe im vergangenen Jahr mit insgesamt 263 Fällen wie schon in Vorjahren anführt, schließt die CDU einen Pakt mit der neofaschistischen NPD. So initiierten die Christdemokraten im bei Chemnitz gelegenen Limbach-Oberfrohna ein »Bürgerbündnis für Demokratie gegen Extremismus«. An dessen erster Sitzung in der vergangenen Woche nahmen etwa 50 Personen teil – darunter der örtliche NPD-Stadtrat Thorsten Schneider. Der Neonazi trug sich am Ende der Beratung in eine Liste für den zentralen Arbeitskreis ein, in dessen Rahmen die konkreten Ziele des »Bürgerbündnisses« erarbeitet werden sollen.

Obwohl die Zusammenarbeit zwischen CDU und NPD für massive Kritik bei anderen Parteien, Kirchen und antifasc...

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