12.03.2010 / Inland / Seite 4

Einladung zur Selbstbereicherung

Die Grundlagen für das Geschäftsgebaren der Berliner Treberhilfe sind vom Senat im Rahmen der »Konsolidierungspolitik« geschaffen worden

Rainer Balcerowiak
Auf immer neue Details der Affäre um die Berliner Treberhilfe reagieren die Verantwortlichen mit einer Mischung aus Hilflosigkeit und medienträchtigem Aktionismus. Berlins Sozialsenatorin Carola Bluhm (Die Linke) hat am Donnerstag die Staatswaltschaft eingeschaltet, da der Verdacht bestehe, daß öffentliche Mittel zweckentfremdet wurden. Der Chef der gemeinnützigen Treberhilfe gGmbH, Harald Ehlert, hatte sich nicht nur einen Maserati mit Chauffeur als Dienstwagen, sondern laut Medienberichten auch ein Monatssalär von 35000 Euro genehmigt.

Bluhms Sprecherin Anja Wollny wies am Donnerstag gegenüber jW Vorwürfe zurück, ihre Behörde habe Aufsichtspflichten verletzt. Über Ehlerts Gehalt, dubiose Immobiliengeschäfte und die Umstände der Dienstwagenbeschaffung und -nutzung habe man bis vor wenigen Tagen bzw. Wochen keine Kenntnis gehabt. Die Sätze, mit denen die Treberhilfe und andere Träger ihre Projekte z.B. für jugendliche Obdachlose finanziert bekommen, seie...

Artikel-Länge: 4396 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe