11.03.2010 / Feuilleton / Seite 13

Eröffnungen

Günter Grass und der deutsche Wald

Manfred Wekwerth
Neue Eröffnungen über Günter Grass legen die Vermutung nahe, daß mit Fakten nun wirklich Schluß sein soll, um Platz zu schaffen für ein »weites Feld« des Kampfes um Erhalt des Unrechtstaates, der in der Öffentlichkeit mehr und mehr ins Wanken gerät. Hier muß dringend nachgelegt werden. Und dafür muß nun wieder Günter Grass herhalten, den man schon einmal mit harschen Eröffnungen beglückte, damals betraf es seine Jugendsünden. Da ich diesmal auch eröffnet wurde, hier eine kleine Ergänzung.

Günter Grass war mir ein anregender Partner, denn wir waren beide Präsidenten von Akademien der Künste, einer in Westberlin der andere in Ostberlin. Eigentlich mit offizieller strenger Trennungslinie. Aber eines Tages reichte es uns nicht mehr, daß wir uns nicht persönlich kannten. Nach einem Telefonat mit Rolf Szymanski, setzte ich mich ins Auto und fuhr in den Hanseatenweg nach Westberlin, wo ich präsidial mit französischem Kognak empfangen wurde. Unser Gespräch »gras...

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