04.03.2010 / Inland / Seite 5

Erneut angeblicher Autozündler vor Gericht

Berliner Staatsanwaltschaft ignoriert entlastende Beweise gegen linken Aktivisten

Lenny Reimann
Die Berliner Staatsanwaltschaft droht am Freitag erneut leer auszugehen. Dann wird das Urteil für Christoph T., der am 17. Juni des vergangenen Jahres wegen angeblicher Autobrandstiftung in Friedrichshain festgenommen wurde, erwartet. Die Anklage gegen den zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Tat 22jährigen stützt sich einzig auf das Indiz, daß bei ihm Spuren von Lampenöl an Kleidung und Händen entdeckt wurden, das angeblich auch zur Entzündung eines VW-Passat benutzt worden sei. Obwohl inzwischen zwei kriminaltechnische Gutachten bezweifeln, daß das Fahrzeug mithilfe von Lampenöl entzündet wurde, setzen die Anklagevertreter ihre Kriminalisierungsstrategie fort.

T. war bereits einen Tag nach seiner Festnahme aus Mangel an Beweisen aus der Haft entlassen worden. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Berliner Kammergericht Beschwerde gegen die Freilassung eingereicht und am 15. Juli einen Haftbefehl gegen den linken Aktivisten erwirkt. Dieser saß d...

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