Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
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01.03.2010 / Titel / Seite 1

Offensive im Nazisprech

Rüdiger Göbel
Nach der Offensive auf die als »Taliban-Hochburg« bezeichnete Ortschaft Mardscha plant die NATO einen noch größeren Sturmangriff auf Kandahar. Wenn es darum gehe, den Aufständischen jeglichen Boden zu entziehen, dann müsse die »Geburtsstadt der islamistischen Bewegung« gestürmt werden, zitierte die Agentur DAPD am Wochenenende »Regierungskreise in Washington«. Insofern sei die Einnahme von Mardscha nur ein »taktisches Vorspiel« gewesen oder, wie es US-General David Petraeus nannte, »die erste Salve«. Zur Beschreibung ihres militärischen Vorgehens und vermeintlicher Erfolge bei der Kriegführung greifen ­NATO-Besatzer und Mainstreammedien mittlerweile ohne Skrupel auf Begriffe aus der Nazizeit zurück.

US-Soldaten haben nach eigenen Angaben die »letzten Widerstandsnester« in Mardscha »beseitigt«, hieß es am Samstag etwa. US-Hauptmann Joshua Winfrey wurde von DAPD und anderen Agenturen mit den Worten zitiert: »Im Grunde kann man sagen, daß Mardscha jetzt ges...

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