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24.02.2010 / Inland / Seite 4

»Hochkriminelles System«

Ursachen des Kölner Archiveinsturzes vor einem Jahr: Überhöhte Renditeerwartungen, ein schwer kontrollierbares Subunternehmersystem und Unterausstattung der Bauaufsicht

Werner Rügemer
Am 3. März 2009 fielen das sechsstöckige Gebäude des Kölner Stadtarchivs und zwei angrenzende Häuser in sich zusammen. Zwei Menschen starben, wie durch ein Wunder hatten die Besucher des Archivs in letzter Sekunde das Haus verlassen können. Einsturzursache: Vor den Gebäuden wurde im Untergrund bis in eine Tiefe von 30 Metern am Schacht für die neue U-Bahn gebaut (vgl. junge Welt, 23.März 2009).

Der genaue Hergang des Unglücks ist noch nicht bis ins letzte geklärt. Aber einiges steht fest. Für das Abpumpen von Grundwasser waren vier Brunnen erlaubt. Aber die Baufirmen richteten in den Monaten vor dem Einsturz ohne Genehmigung 23 Brunnen ein und pumpten ein Vielfaches an Wasser ab. Dadurch wurde der Grund ausgespült, Hohlräume bildeten sich. Keine Bauaufsicht hat das moniert. Es gab zahlreiche Hinweise auf Absenkungen in unmittelbarer Umgebung des U-Bahn-Schachts. Ein Kirchturm neigte sich, ein Mitarbeiter des Stadtarchivs meldete im Sommer 2008 Wandrisse ...

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