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22.02.2010 / Inland / Seite 5

Howoge-Affäre weitet sich aus

Auftragsvergabe durch landeseigene Wohnungsbaugesellschaft. Berliner SPD/Linke-Senat schweigt

Christian Linde
Das Kalkül des »rot-roten« Senates in Berlin ist nicht aufgegangen. Auch nach dem Rückzug von Ralf Hillenberg (SPD) von der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden des Bauausschusses im Zusammenhang mit der Vergabe von Aufträgen durch die Howoge an sein Ingenieurbüro verstummen die Kritiker nicht.

Nachdem die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge sich gezwungen sieht, eine externe Prüfung ihrer Vergabepraxis der letzten fünf Jahre durchführen zu lassen, verlangen CDU, FDP und Grüne im Abgeordnetenhaus weitergehendere Maßnahmen. Sie wollen erreichen, daß die Auftragsvergabe bei sämtlichen Wohnungsunternehmen überprüft wird. Im Fall Hillenberg ist davon auszugehen, daß die von dem Geschäftsführerduo Bernd Kirschner und Hans-Jürgen Adam (beide SPD) geleitete Howoge ihrem Genossen Aufträge zur Sanierung von Plattenbauten in Millionenhöhe erteilt und dabei gegen die Vergaberegeln verstoßen hat. Aufträge anderer im Landeseigentum befindlicher Wohnung...

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