12.02.2010 / Ausland / Seite 6

Aufruf aus dem Gefängnis

»Ruhig bleiben«, fordert Sri Lankas Exarmeechef

Ashok Rajput, Colombo, und Gloria Fernandez
Bis vor kurzem zogen Mahinda Rajapakse und Sarath Fonseka noch an einem Strang. Das war in den Jahren, als es den Herrschenden in Sri Lanka darum ging, den »nationalen Feind« in Gestalt der tamilischen Freiheitsbewegung zu bekämpfen. Der von der militärisch überlegenen Armee mit äußerster Brutalität gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelaam (LTTE) geführte Krieg endete im Mai vergangenen Jahres. Seitdem verschärfen sich die Gegensätze im Lager der Sieger: Sri Lankas Präsident und der Oberkommandierende der Streitkräfte (Dezember 2005 bis Juni 2009) wurden zu erbitterten Gegnern.

Bei den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen am 26. Januar ließ sich Amtsinhaber Rajakapse, ein singhalesische Nationalist, als klarer Sieger feiern. Die Wahlkommission hatte ihm ein Ergebnis von 57,9 Prozent bescheinigt. Sein Konkurrent Fonseka landete demnach bei 40,2 Punkten. Als Kandidat hatte er sich eine eigenartige, buntscheckige Unterstützerschaft geschaffen. Zu ihr gehör...

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