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11.02.2010 / Ausland / Seite 6

Ende der Wartezeit

Nigeria: Neuer Präsident soll Handlungsunfähigkeit beenden. Probleme bleiben

Raoul Wilsterer
Monatelang wuchs der Druck auf die korrupten Eliten, die aus ihren grauen Betonpalästen in der Hauptstadt Abuja das ölreiche und trotzdem verarmte Nigeria regieren. Am Dienstag nun ließen sie die Verfassung der Bundesrepublik Verfassung sein und machten den korrupten Vizepräsidenten Goodluck Jonathan zum „Staatsoberhaupt übergangsweise«. Senat und Abgeordnetenhaus stimmten nach zähen Debatten schließlich zu, obwohl keine – wie in der Konstitution verlangt – schriftliche Zustimmung des Amtsinhabers Umaru Musa Yar’Adua vorlag. Zudem hatte das Oberste Gericht noch Ende Januar entschieden, daß Yar’Adua nicht verpflichtet sei, seine Funktion an den Stellvertreter abzutreten. Und auch die Meinung des Kabinetts, das sich – wohl aus Frucht um den Verlust von Pfründen und Einfluß – lange sträubte, interessierte wenig.

Die Gefahr, daß das schwer angeschlagene Staatswesen noch tiefer in die Krise schliddert, wuchs bedrohlic...

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