06.02.2010 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Rettung vor dem Bankrott

Die Autoren des Buches »Imperialismus heute« untersuchten 1965 die staatsmonopolistischen Eingriffe der Reichsregierungen nach Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929

Die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932 war ein Höhepunkt staatsmonopolistischer Aktivität. Die Entwicklung zwang die Monopolbourgeoisie, Zuflucht zu einem umfangreichen Antikrisenprogramm zu nehmen. Die herrschenden Kreise Deutschlands bemühten sich, durch den breiten Einsatz staatlicher Machtmittel der revolutionären Bewegung beträchtlicher Teile der Arbeiterklasse und anderer Werktätigen zu begegnen, die außerordentlichen Krisenlasten der Mehrheit des Volkes aufzubürden und die ökonomischen und politischen Positionen des Monopolkapitals zu erhalten. (…)

Durch Notverordnungen wurden die Löhne und Gehälter der Arbeiter, Angestellten und Beamten Schritt um Schritt herabgedrückt. So sah z. B. die »Vierte Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schutze des inneren Friedens« mit Wirkung vom 1. Januar 1932 unter anderem vor, alle Löhne und Gehälter auf dem Stand vom 10. Januar 1927 zu senken. Bürgerliche B...

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