04.02.2010 / Inland / Seite 8

»Laßt uns ein Zeichen gegen die Repression setzen!«

Meinungsfreiheit in Deutschland: Berliner Justiz verfolgt Studenten, die gegen den Bundespräsidenten demonstrierten. Ein Gespräch mit Jan Quandt

Wladek Flakin
Jan Quandt (Name auf eigenen Wunsch geändert) studiert Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin

Proteste gegen einen Besuch des Bundespräsidenten an der Freien Universität Berlin (FU) im vergangenen Herbst haben jetzt für Sie ein juristisches Nachspiel. Warum eigentlich?

Köhler war als Gastredner zur Immatrikulationsfeier für alle neuen Studierenden geladen. Seinetwegen gab es ein unglaubliches Sicherheitaufgebot von Personenschützern über Streifenpolizisten bis hin zu Einsatzhundertschaften. Jeder Studierende mußte Wochen vorher seine Daten an das Bundeskriminalamt schicken, um eine Eintrittskarte zu bekommen. Vor dem Hörsaal mußten sich die Besucher zwei Personenkontrollen unterziehen.

Was für Proteste gab es denn gegen Köhler?

Einige von uns hatten eine alternative Immatrikulationsfeier in Form einer Kundgebung organisiert. Diese Feier propagierte die soziale Öffnung der Unis und richtete sich gegen Eliteuniversitäten und die neoliberale Po...

Artikel-Länge: 4416 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe