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03.02.2010 / Ausland / Seite 8

»Das wäre ein Attentat auf die Vernunft«

Jugendverband der spanischen Vereinigten Linken kritisiert Staatshilfen für Katholikentreffen 2011. Ein Gespräch mit Esther López Barceló

André Scheer
Esther López Barceló lebt in Alicante und leitet den Jugendverband des spanischen Linksbündnisses Izquierda Unida

Im August 2011 soll in Madrid der Weltjugendtag der Katholischen Kirche stattfinden. Ihr Verband kritisiert, daß die spanische Regierung diese Veranstaltung finanziell unterstützen will. Sind Sie Kirchenfeinde?

Nein, wir sind keine Feinde der Kirchen, aber wir glauben an den Rechtsstaat. In unserer Verfassung heißt es, daß Spanien ein konfessionsfreier Staat ist. Damit das Wirklichkeit wird, darf die Regierung nicht einer Kirche besondere Vorteile gewähren. Es besteht die Absicht, inmitten der Krise, in der wir uns befinden, einen Teil der 25 Millionen Euro, die das Treffen kosten soll, zu übernehmen, damit der Papst nach Spanien kommt. Als Jugendorganisation der Vereinigten Linken weisen wir darauf hin, daß das Treffen fälschlicherweise nur Weltjugendtag genannt wird, während der Zusatz »katholisch« weggelassen wird. Das wäre aber wichtig, de...

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