01.02.2010 / Inland / Seite 4

Justiz sieht sich in Opferrolle

Oberstaatsanwalt will offenbar Revision gegen »1. Mai-Urteil« einlegen. Anhaltende Kritik an Prozeßführung

Das Vorgehen von Justiz und Polizei gegen Yunus K. und Rigo B. sorgt noch Tage nach dem Freispruch der beiden Jugendlichen für harsche Kritik bei Prozeßbeobachtern, Anwälten und Politikern. Den beiden Jugendlichen war fälschlicherweise vorgeworfen worden, im Anschluß an die »Revolutionäre 1. Mai-Demonstration« 2009 in Berlin, einen Molotowcocktail auf Polizeibeamte geschleudert zu haben (jW berichtete). Nach siebeneinhalbmonatiger Haft waren die Schüler kurz vor Weihnachten aus der Untersuchungshaft entlassen worden, am vergangenen Donnerstag folgte dann der Freispruch vom Vorwurf des versuchten Mordes vor dem Berliner Landgericht.

Etwa 150 Unterstützer der beide...

Artikel-Länge: 2108 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe