Gegründet 1947 Freitag, 15. November 2019, Nr. 266
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
26.01.2010 / Inland / Seite 4

Geringverdiener werden an den Rand gedrängt

Mieter in der Misere: Experten werfen Berliner Senat Versagen in der Wohnungspolitik vor

Christian Linde
Wird das Wohnen in der Berliner Innenstadt bald ausschließlich zum Privileg der Besserverdienenden? Dieser Frage widmeten sich am vergangenen Donnerstag abend Mietervertreter, Wissenschaftler, Politiker und Stadtteilaktivisten. Zumindest die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: »Um 25 Prozent sind die Mieten in den letzten zehn Jahren gestiegen, bei gleichbleibenden Einkommen«, informierte Reiner Wild, Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins. Wie brisant sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt mittlerweile darstellt, verdeutlicht eine weitere Zahl: Während mit 700000 Transferleistungsbeziehern und mehreren hunderttausend prekär Beschäftigten über eine Million Menschen auf billige Mieten angewiesen sind, existieren gerade einmal 350000 belegungsgebundene Wohnungen in der Hauptstadt.

Allein in den fünf von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kürzlich im Rahmen des »sozialen Monitorings« identifizierte Problemgebiete lebt ein Viertel aller Hau...

Artikel-Länge: 3862 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €