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26.01.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Partnering« für den Krieg

Sevim Dagdelen
Unmittelbar nachdem der US-Oberkommandierende der Besatzungstruppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, von der Bundeswehr »mehr Engagement und Risikobereitschaft« gefordert hatte, griff der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg diese Forderung auf. Zukünftig wolle man die Ausbildung der afghanischen Armee nach US-amerikanischem Vorbild durchführen, erklärte der Freiherr in der vergangenen Woche. Was Guttenberg dann sagte, liefert aufschlußreiche Erkenntnisse über das, was die Bundesregierung sonst immer als »Polizeiaufbau« und »Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte« beschreibt und was mittlerweile zur wichtigsten Legitimationsstrategie des Einsatzes in Afghanistan geworden ist. Man werde zukünftig »nicht mehr rigide trennen zwischen Ausbildung und Sicherheit«, führte Minister Guttenberg aus. Konkret bedeutet dies, daß man – wie es die britischen und die US-Soldaten bereits länger tun – gemischte Gruppen aus deu...

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