25.01.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gentech statt Öko

Etikettenschwindel: Europäische Textilkonzerne entdecken erst nach neun Monaten, daß indische Biobaumwolle nicht immer ganz sauber war

Thomas Berger
Ein gutes Dreivierteljahr hat es gedauert, bis ein Skandal um die falsche Deklaration von Biobaumwolle in Indien auch in Deutschland bekanntgeworden ist. Am Donnerstag machten zunächst einzelne Medien wie die Financial Times Deutschland (FTD) damit auf. Tags darauf geisterte das Thema durch die Nachrichtenticker: Produkte mit dem Qualitätssiegel »Bio« in den Regalen bekannter Handelsketten wie Hennes&Mauritz (H&M), C&A sowie Tchibo waren keineswegs immer »öko«. Im Gegenteil. Dabei ist an den Vorwürfen im Grunde nichts neu.

Es war im April vergangenen Jahres, als die Nationale Akkreditierungsbehörde (NAB), ein Kontrollorgan der indischen Regierung, zwei ausländischstämmige Zertifizierer für die Falschdeklaration von Ware abmahnte. Eine Geldstrafe von 1,5 Millionen Rupien (umgerechnet 22000 Euro) bekam die niederländische Control Union Certifications (CUC) in Mumbai (Bombay) aufgebrummt. Die Ecocert SA India in Aurangabad, ein französisches Institut, kam m...

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