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22.01.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Probleme für Stahlmulti

Bei der Hauptversammlung von ThyssenKrupp in Bochum protestierten Menschenrechtler und brasilianische Fischer gegen den Bau eines Stahlwerks

Mona Grosche
Karina Kato ist sich sicher: »Das ist ein klarer Fall von doppelten Standards, die sie in Brasilien anwenden, weil es da für sie billiger und einfacher ist«, beschreibt die Menschenrechtlerin das Vorgehen des deutschen Stahlmultis ThyssenKrupp in Brasilien. Kato ist Mitglied des Instituts PACS (Politicas Alternativas para o Cone Sul), einer renommierten Nichtregierungsorganisation in Brasilien, die sich für solidarische Entwicklung einsetzt. Gemeinsam mit dem Fischer Luis Carlos Oliveira und Vertretern deutscher Organisationen nutzte sie die Hauptversammlung des Essener Konzerns am Donnerstag in Bochum, um vor den Anteilseignern gegen ein seit 2006 im Bau befindlichen Stahlwerk in der Sepetiba-Bucht nahe Rio de Janeiro zu protestieren.

Viel Freude hat Deutschlands größter Stahlkonzern ohnehin nicht an seinem zuvor gepriesenem Südamerikaprojekt. Die Kosten liefen aus dem Ruder, hieß es in Medienberichten, die Fertigstellung verzögere sich. In den betriebs...

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