Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
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17.11.1999 / Feuilleton / Seite 0

Alles, was schön ist

Ohne Dekret populär: Walter Womacka stellt in Berlin aus

Andreas Wessel

Anläßlich der V. Kunstausstellung der DDR in Dresden 1972 bescheinigte das Präsidium des Verbandes der Bildenden Künstler Walter Womacka, er male »ohne Furcht, von einigen der Schönfärberei bezichtigt zu werden.« Womacka wurde als Vorreiter einer »neuen, optimistischen sozialistischen Kunst« vorgestellt und mit seinen Bildern als Gegenposition zu den »Künstlern, denen es an Vertrauen in die Zukunft mangelt«, Heisig, Mattheuer, Sitte und Tübke herausgehoben. Die Kunstexperten redeten vorsichtig von »Womackas dekorativer Begabung« oder konstatierten eine »Vorliebe zur dekorativen Bildlösung«; unter Künstlerkollegen und Kritikern gelten Womackas Bilder als nicht ohne Können gemalte Sinnbilder der schönen Äußerlichkeit oder einfach Verkörperungen plattester Konzeptionen von sozialistischem Realismus. Von außen besehen wird er folgerichtig in den sechziger Jahren zu dem Staatsmaler der DDR, bedacht mit grandiosen Aufträgen.

Er schafft 1964 das Plattenmosaik »Un...

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