19.01.2010 / Ausland / Seite 7

Pinochet läßt grüßen

Sebastián Piñera gewinnt Wahlen in Chile. Nach fast zwanzig Jahren wird das Land wieder von der Rechten regiert

Johannes Schulten
Zwanzig Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur wird Chile wieder von der Rechten regiert. Der Milliardär Sebastián Piñera hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt in dem südamerikanischen Land gewonnen. Nach der Auszählung von mehr als 99 Prozent der Wahlzettel erreichte der 60jährige 51,61 Prozent der gültigen Stimmen. Für den Kandidaten des bisherigen Regierungslagers, Eduardo Frei, der auch von der Linken unterstützt wurde, votierten 48,38 Prozent. Etwa sieben Prozent der mehr als acht Millionen Wahlberechtigten verweigerten nach ersten Prognosen beiden Kandidaten ihre Stimme. Die von Piñera angeführte »Allianz für Chile« löst damit das Parteienbündnis »Concertación« (»Absprache«) ab, welches das Land seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1990 durchgängig regiert hat.

Schon am Wahlabend gestand Frei seine Niederlage ein. Dabei gab er sich versöhnlich. Er gratulierte Piñera und wünschte ihm Erfolg. Frei wertete die Abstimmung als »saube...

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