18.01.2010 / Ausland / Seite 2

»Menschen sollen ihr Land fast ohne Entschädigung abtreten«

Umweltschützer fordern Baustopp von Ilisu-Staudamm und Wende in der türkischen Energiepolitik. Ein Gespräch mit Heike Drillisch

Claudia Wangerin
Heike Drillisch ist Ko­ordinatorin von »GegenStrömung«, der deutschen Sektion der inter­nationalen Kampagne gegen das Südostanatolien-Stau­dammprojekt

Mit Mahnwachen in vier deutschen Städten haben Sie die türkische Regierung aufgefordert, ihre Staudammbauten im Südosten des Landes zu stoppen. Die deutsche Bundesregierung und die Regierungen Österreichs und der Schweiz haben im vergangenen Jahr nach jahrelangen Protesten ihre Bürgschaften für das Ilisu-Staudammprojekt zurückgezogen. Sehen Sie Chancen, daß der Bau ad acta gelegt wird?

Steter Tropfen höhlt den Stein. Auch die Privatbanken haben ihre Kreditzusagen zurückgezogen, als die Rücknahme der Bürgschaften bekanntgegeben wurde. Bei den bisher beteiligten Unternehmen gibt es keine einheitliche Linie. Der Stuttgarter Baukonzern Züblin hält sich noch bedeckt, ob er aussteigen will. Wir setzen darauf, daß auch andere mögliche Finanziers wie chinesische Exportkreditagenturen und türkische Banken diese Stan...

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