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30.12.2009 / Inland / Seite 2

»Die Arbeitgeber waren natürlich stinkig«

Mit Flashmob-Aktionen nervt Gewerkschaft ver.di Einzelhandelsketten. Die gehen jetzt vor das Bundesverfassungsgericht. Ein Gespräch mit Michaela Rücker Harckenthal

Gitta Düperthal
Michaela Rücker Harckenthal ist Fachsekretärin für den Bereich Einzelhandel bei ver.di Sachsen-Anhalt

Gegen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts, das gewerkschaftliche Flashmob-Aktionen im Einzelhandel für grundsätzlich zulässig erklärt, ziehen die Unternehmer nun vor das Bundesverfassungsgericht. Was ist das Besondere an diesen Aktionen?

Ein Flashmob ist eine normale Streikaktion, die wir schon bei Real, Kaufland und Schlecker organisiert haben. Die Besonderheit liegt einzig darin, daß wir die Supermärkte indirekt bestreiken: Beschäftigte des Marktes selbst machen nicht mit. Wir gehen mit 150 bis 200 Leuten in einen Markt und packen uns die Körbe rammelvoll. Die lassen wir einfach vor der Kasse stehen, also im Eingangsbereich. Bevorzugt nehmen wir viele kleine Artikel, die sich später nur mühselig wieder in die Regale räumen lassen.

Wir wollen Verkäuferinnen und Verkäufer mit solchen Aktionen nicht bestrafen, wir zeigen nur: So oder so, der Laden wird b...


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