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29.12.2009 / Feuilleton / Seite 12

»Leben 2.0« (2 und Schluß)

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Der Philosoph Vilem Flusser behauptete 1986: »Erst mit der Gentechnik beginnt die wahre Kunst, d.h. sind selbstreproduktive Werke möglich.« Und damit auch neuartige Waffen, wie das FBI befürchtet. Aber ist die Gefahr nicht bei jeder neuen Technologie gegeben? »Wenn jemand mit technischer Expertise entschlossen ist, Pathogene herzustellen, dann werden ihn davon keine Vorschriften oder andere Hürden abhalten«, meint Tom Knight von »Ginkgo Bio Works«, einem Start-Up-Unternehmen für Gentechnik aus den USA.

Erst einmal wird die Kunst transformiert. 1999 thematisierte die »Ars Electronica« in Linz die »genetische« bzw. »transgene Kunst«, das heißt »die Erforschung des künstlichen Lebens ebenso wie auch dessen Kritik«. Sie sei »eine der wenigen Kunstformen der Gegenwart, die nicht rein kunstimmanent bleibt, sondern sich zentralen Punkten des Lebens nähert«, wie der Medientheoretiker Peter Weibel damals etwas unkritisch behauptete. 2007 fand im Berliner Kunstver...

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