Gegründet 1947 Sa. / So., 14. / 15. Dezember 2019, Nr. 291
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
28.12.2009 / Ausland / Seite 2

»Wir haben nicht den Vorabend des Faschismus«

In Italien dient Berlusconi als »Schreckgespenst«, gegen das jedes kleinere Übel recht ist. Ein Gespräch mit Salvatore Cannavò

Raoul Rigault
Salvatore Cannavò ist Mitbegründer von ATTAC Italien und war von 2006 bis 2008 italienischer Abgeordneter. Im Dezember 2007 verließ er die kommunistische Partei Rifondazione Comunista aus Protest gegen die Politik der Regierung Prodi und ist heute führendes Mitglied der Sinistra Critica (Kritische Linke)

Nach der Attacke auf Ministerpräsident Silvio Berlusconi am 13.Dezember in Mailand strebt ein Teil der Demokratischen Partei (DP) einen Reformpakt mit der Regierung an. Paolo Ferrero, Sekretär von Rifondazione Comunista, hingegen ist bereit, den neoliberalen Christdemokraten Pier Ferdinando Casini zum Ministerpräsidenten zu machen – nur um Berlusconi wegzubekommen. Wie muß man das verstehen?

Diese Vorschläge zeigen, daß der plumpe Anti-Berlusconismus wahre Monster an Ideen hervorbringt. Berlusconi dient dabei als Schreckgespenst, gegen das jedes mutmaßlich kleinere Übel recht ist. Aus dieser Denkweise heraus hat die italienische Linke in den vergang...

Artikel-Länge: 4567 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €