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10.11.1999 / Inland

Freilassung der letzten RAF-Häftlinge gefordert

jW dokumentiert einen Aufruf von Künstlern

Der 9. November ist der 25. Todestag von Holger Meins. Das soll nicht vergessen werden, auch wenn dieser Tag an noch so viele andere Ereignisse erinnert. Holger Meins starb an den Folgen eines Hungerstreiks, mit dem die RAF-Gefangenen die Isolationshaft bekämpfen wollten. Vieles deutet darauf hin, daß es sich hier um einen »staatlich kalkulierten Tod« handelte. Der damalige Anwalt von Holger Meins, Otto Schily, nannte die Isolationshaft »legale Folter« und »Verwesung bei lebendigem Leib«.

Dies geschah zu einer Zeit, in der nicht nur Studenten glaubten, für die westlichen Gesellschaften gäbe es nur die Alternative Sozialismus oder Barbarei, und ein neuer Faschismus in Deutschland sei nur durch revolutionären Kampf zu verhindern. Zu den damaligen Revolutionären gehörten neben Mitgliedern der RAF auch viele Menschen, die heute staatstragenden Professionen nachgehen, u. a. der heutige Außenminister, der heutige Innenminister und ein bißchen auch der heutige Bu...

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