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09.11.1999 / Feuilleton

Die letzte Stimme

Lenka Reinerová erhielt in Weimar den Schillerring für ihr Lebenswerk

Uwe Meißner

Berge handbeschriebenen Papiers sammeln sich, dann erst beginnt Lenka Reinerová an einer betagten Continental-Schreibmaschine ihre Geschichten für die Nachwelt festzuhalten. Wie die Arbeitsweise, so entstammen auch die Erzählungen der heute 83jährigen einer längst vergangenen Zeit. Einer Zeit, als ihre Heimatstadt Prag ein kultureller Schmelztiegel war. Tschechen, Deutsche, Österreicher, viele von ihnen Juden, prägten die intellektuelle Szene der Metropole. Vom Prager Deutsch ist nicht viel übriggeblieben, Lenka Reinerová ist die letzte Stimme einer vergangenen Epoche.

Deutschlands älteste Kulturstiftung, die Schillerstiftung von 1859, entdeckte ihr schon fast in Vergessenheit geratenes Werk wieder und verhalf so einer Jahrhundertbiografie zu einer späten Würdigung. Für ihre »herausragenden Verdienste um die deutsche Sprache und Literatur« erhielt die Autorin am Sonntag, dem 240. Geburtstag Friedrich Schillers, in Weimar den erstmals vergebenen Schillerrin...

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