Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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09.11.1999 / Feuilleton / Seite 0

Zechpreller

Zur Erinnerung an den 9. November 1938

Fritz Teppich

Während des Krieges waren 919 Arbeiter aus 26 Nationen als Zwangsarbeiter in der »arisierten« »Kempinski GmbH« eingesetzt. Der Aschinger-Konzern hatte sich 1937 unter Direktor Paul Spethmann die Firma angeeignet. Der »arisch« übers Kriegsende hinaus gebliebene nunmehrige Hotelkonzern hat sich bisher der Lohnnachzahlung entzogen. Viel schlimmer: Jüdinnen aus Deutschland, die dort unter unmenschlichen Bedingungen ebenfalls Zwangsarbeit leisten mußten, waren unter Spethmann und dem ebenfalls verantwortlichen Werner Steinke im Winter 1942/43 zur Vergasung abgeschoben worden.

Die von der GmbH abgespaltene »OHG Kempinski« mit Auslandsniederlassungen, z. B. einem renommierten Restaurant in Amsterdam, war unter Steinke zum Geheimdienststützpunkt des SS-verbundenen Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) geworden. Schwerpunktmäßig wurde die mit den RSHA-Diensten konkurrierende Wehrmacht-Abwehr des Admiral Canaris beobachtet. Unter dem Nachfolger des 1942 von tschechisch...

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