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09.11.1999 / Inland

Milliardengeschenk für Strommultis

Minister will Energiegiganten Restsumme für VEAG- Anteile erlassen. Konzerne in Konkurrenz

Klaus Fischer

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller möchte den großen deutschen Stromkonzernen unter die Arme greifen. Der Ex-VEBA-Manager trägt sich Informationen der Berliner Zeitung zufolge mit der Absicht, den Anteilseignern des ostdeutschen Energieversorgers Vereinigte Energie AG (VEAG) zwei Milliarden Mark Kaufpreis zu erlassen.

Die VEAG wurde 1990 durch die Treuhand privatisiert, sprich zu nahezu gleichen Teilen an die westdeutschen Stromplatzhirsche gegeben. RWE, PreussenElektra (VEBA), Bayernwerk (VIAG) übernahmen jeweils etwa ein Viertel der VEAG-Aktien. Die restlichen 25 Prozent bekam ein Konsortium der etwas kleineren westdeutschen Energieunternehmen VEW, Energie Baden-Württemberg (EnBW), Hamburger Electricitätswerke (HEW) und BEWAG. Das war seinerzeit ein Schnäppchen für alle diese Unternehmen. Kam doch damit sowohl der Energiemarkt des Ostens gleich in die zuständigen Hände, jegliche potentielle Konkurrenz blieb außen vor, und die Ostdeutschen brauchten ...

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