19.12.2009 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Jegor und sein Trupp

Werner Pirker
Die tageszeitung in Gestalt ihres Moskau-Korrespondenten Helge Donath stand bei der publizistischen Umzingelung des russischen Parlamentsgebäudes im Oktober 1993 mit an vorderster Front. Als schließlich das Weiße Haus an der Moskwa von Jelzin-loyalen Spezialeinheiten zusammengeschossen wurde, befanden sich die Linksalternativen unter den ersten Gratulanten. 16 Jahre später läßt Donath anläßlich des Ablebens des damaligen Chef-Schocktherapeuten Jegor Gaidar seiner Genugtuung über die blutige Niederschlagung des russischen Parlamentarismus noch einmal freien Lauf. Das liest sich dann so: »Im Herbst 1993, als die Reaktion zum bewaffneten Staatsstreich aufrief, appellierte er an die Moskauer, die junge Demokratie zu verteidigen. Zehntausende folgten dem Ruf.«

Der Oberste Sowjet der Russischen Föderation war von Präsident Jelzin staatsstreichartig aufgelöst worden, weil dieses Machtorgan die kriminellen Privatisierungsmethoden nicht durchzuwinken bereit war. ...

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