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09.11.1999 / Ausland

Fragezeichen hinter tadshikischer Wahl

Fast 100 Prozent der Stimmen für Präsident Rahmonow. Gegenkandidat spielte nicht mit

Jan Heller

Nie gab es so wenig Auswahl bei Präsidentschaftswahlen in Tadshikistan wie am vergangenen Sonnabend. Selbst bei der letzten Wahl 1994, mitten im Bürgerkrieg, hatte sich Amtsinhaber Emomali Rahmonow noch einen Gegenkandidaten geleistet, der immerhin 38 Prozent der Stimmen bekam. Nach den am Sonntag abend vorliegenden Zwischenergebnissen erreichte Rahmonow diesmal bei einer angeblichen Wahlbeteiligung von sage und schreibe 99 Prozent 96,9 Prozent der Stimmen - ein Ergebnis, »das unweigerlich Vergleiche mit sowjetischen Wahlen herausfordern wird«, wie die örtliche BBC- Korrespondentin kommentierte. Er darf jetzt sieben weitere Jahre regieren.

Dabei hätten es die ersten wirklich freien Wahlen seit dem Ende des Bürgerkriegs werden sollen, der zwischen 1992 und dem Friedensschluß 1997 etwa 50 000 Menschen das Leben gekostet hatte. Erst wenige Wochen vor der Wahl waren die Parteien ...

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