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11.12.2009 / Thema / Seite 10

System- statt Klimawandel

Analyse. Eine gerechte und globale Lösung des Klimaproblems ist ohne Blick auf die Grenzen des kapitalistischen Wirtschaftens nicht möglich: Wie man bis 2050 die Treibhausgasemission in den Griff bekommen kann

Helmut Selinger
Seit Montag dieser Woche bis zum 18. Dezember 2009 treffen sich Delegationen aus 192 Ländern zum UN-Weltklimagipfel in Kopenhagen, um ein neues globales Klimaabkommen zu verhandeln und möglichst zu beschließen. Es soll das Kyoto-Protokoll ersetzen, das 1997 in der gleichnamigen japanischen Stadt beschlossen wurde und 2012 ausläuft.

Die Tatsache der anthropogenen Veränderung des Erdklimas ist spätestens seit Beginn der 90er Jahre mit ausreichend hoher wissenschaftlicher Sicherheit nachgewiesen. Tatsache ist jedoch, daß der Energieverbrauch und damit auch die Emissionen von Treibhausgasen, insbesondere Kohlendioxyd (CO2), seit 1990 kontinuierlich weiter gestiegen ist. Man muß also konstatieren, daß die großen globalen Machtgruppen, die ein Interesse an der Verfeuerung fossiler Energieträger haben, keine Anstrengungen gemacht haben, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren.

Es ist zu erwarten, daß sie auch in Zukunft solange ihr »Geschäftsmodell« ve...



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