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10.12.2009 / Ausland / Seite 8

»Die Bilanz der CGT-Führung ist katastrophal«

Die größte französische Gewerkschaft hat sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ein Gespräch mit Jean-Pierre Delannoy

Raoul Rigault
Jean-Pierre Delannoy (57) ist Stahl­arbeiter, Regionalsekretär der CGT-Metaller in Nordfrankreich und Kopf der Gewerkschaftslinken

Sie treten auf dem zur Zeit in Nantes stattfindenden Kongreß der französischen Gewerkschaft CGT gegen den amtierenden Vorsitzenden Bernard Thibault an. Warum?

Wir wollen die CGT zurück auf Kurs bringen und dafür sorgen, daß sie den Forderungen der Lohnabhängigen wieder Vorrang einräumt. Die CGT muß zuerst ein Kampfinstrument sein und dann erst ein Verhandlungspartner. Die Lohnabhängigen alle drei, vier Monate zu mobilisieren, ist eine überholte Strategie. So wird man nie etwas bewegen.

Was werfen Sie Thibault und der gegenwärtigen Führung vor?

Der Gewerkschaftsbund hat sich seit Ende der 90er Jahre schrittweise vom Kampf gegen das Kapital verabschiedet und auf seine Identität verzichtet. Er versucht, das System zu begleiten, um dessen schlimmsten Auswirkungen abzumildern.

Welche Alternative schlagen Sie vor?

Wir treten für and...


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