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10.12.2009 / Feuilleton / Seite 13

Postkartenpoker

Konzentrierte Kompilationen und zerfledderte Zufälligkeiten: Das war das ROT-Festival für elektronische Grenzgänge in Frankfurt/Main

Michael Rieth
Bei sonst üblichen Festivals elektronischer Musik muß man meist ein gerüttelt Maß an Geduld mitbringen, bevor man vielleicht etwas erlebt – jenseits des üblichen redundanten Geplappers und Geklappers. Doch die Veranstalter des ROT-Festivals, das am Sonntag in Frankfurt/Main zu Ende ging, haben nicht nur auf Elektronik gesetzt. Das hatte zur Folge, daß im Grenzbereich zwischen »klassischem« Instrumentarium und synthetischen Klangerzeugern Anregendes zu vernehmen war, während die Töne und Klänge aus dem rein digitalen Lager nur einige ungewohnte Nuancen hervorbrachten. In der kompositorischen Anlage blieben sie weit zurück gegenüber dem, was im Avantgarde-Lager von Jazz oder Neuer Musik längst Alltag ist. Hier ging klar Form vor Inhalt, und dies ist immer noch die schlüssigste Definition für Manierismus.

Denn wenn es eines Beleges dafür bedarf, daß wir uns musikalisch im Zeitalter des Manierismus bewegen (vielleicht auch feststecken in einer Zwischen...

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