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04.12.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Hunger, Kälte, Krankheiten, Verletzungen, Tod

Menschen in Afghanistan leiden – auch unter psychischen Traumata

Dr. Angelika Claußen
Krieg macht krank, auch der in Afghanistan. Das scheint ein Allgemeinplatz zu sein. Umso mehr besorgt es Ärzte und Psychotherapeuten, daß verantwortliche Politiker die Folgen ihrer Entscheidungen gerade auf die seelische Gesundheit der Bevölkerung systematisch ausblenden.

Krieg zerstört immer ein ganzes Land, angefangen bei der Infrastruktur, die das Auskommen und die Sicherheit der Bevölkerung in einem Land gewährleistet. Zu den Kriegsfolgen gehören aber auch die Vertreibung der Zivilbevölkerung, ein beschränkter Zugang zu Wasser, Strom, Nahrung und Gesundheitsversorgung. Krieg bedeutet Tod, Verwundung, Vergewaltigung, Folter, Demütigung, Willkür, Regellosigkeit und extreme Unsicherheit. »Einige Kinder haben brutale häusliche Schläge erfahren, schlimme Unfälle oder eine furchteinflößende medizinische Behandlung, die sie noch mehr traumatisiert haben, als Zeuge zu sein, wie Väter und Großväter bei Raketenangriffen getötet wurden«, heißt es in der 2009 im...

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