04.12.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Zeit drängt

Verkehrsvertrag für Berliner S-Bahn läuft erst 2017 aus. Doch Weichen für Zukunft des Schienennahverkehrs in der Hauptstadt müssen jetzt gestellt werden

Rainer Balcerowiak
Die Berliner S-Bahn schlittert aus einer Panne in die nächste und erneute drastische Einbrüche der Beförderungsleistung sind nur noch eine Frage der Zeit. In dieser Situation versuchen die Verantwortlichen, eine langfristige Perspektive für das einstmals weltweit führende Schienennahverkehrssystem zu entwickeln. Zu ihnen gehört Hans-Werner Franz, der als Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) für die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs in der Region zuständig ist.

Bei einem Vortrag im Rahmen der Berliner Wirtschaftsgespräche und einem anschließenden Pressefrühstück am Mittwoch zog Franz in Berlin eine ernüchternde Bilanz des S-Bahn-Desasters. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG erinnere ihn »an eine Kuh, die gemolken und gemolken wird, aber dabei wird vergessen, ihr was zu fressen zu geben«.

Die vom Eisenbahnbundesamt im Juli und September verfügte vorläufige Außerbetriebsetzung von bis zu drei Vierteln aller Züge ...



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