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01.12.2009 / Thema / Seite 10

»Wo Geld ist, da ist auch Korruption«

Essay. Soll sich die Öffentlichkeit mit manipulierten Spielen abfinden? Die deutschen Fußballskandale aus den Jahren 1971, 2005 und heute

Klaus Huhn
Noch bevor am vorletzten Sonnabend die Bundesligamannschaften in die Stadien liefen, in denen sie um Punkte kicken wollten, meldete sich der Präsident des bundesdeutschen Fußballbundes (DFB), Theo Zwanziger, zu Wort. Er bekannte, daß erneut ein Fußballskandal ins Haus stünde und verkündete: »Wir werden diese Leute bestrafen. Sie gehören nicht mehr zu uns. Wo Geld ist, da ist auch Korruption. Wichtig ist der Umgang damit. Die Botschaft ist nicht, daß es passiert, sondern wie man damit umgeht. Sobald wir wissen, gegen wen ermittelt wird, werden wir der Staatsanwaltschaft natürlich alles zur Verfügung stellen, was sie braucht. Es liegt ganz in unserem Sinne, daß die Staatsanwaltschaft das so aggressiv angeht.« Und dann folgte der irritierende Satz: »Wenn wir die Dinge unter den Teppich kehren würden, dann hätten wir das schleichende Gift der Betrügereien und Manipulationen in unserem Haus.«

Bekannt war zu dieser Stunde nur, daß Fußballwetten manipuliert wor...

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