Der Schwarze Kanal
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01.12.2009 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Zwischen den Stühlen

In Argentinien setzen linke Betriebsgruppen die Gewerkschaftsbürokratie zunehmend unter Druck. Peronistische Regierung laviert

Pablo Alderete und Johannes Schulten
Etwa 80 Männer mit ernsten Mienen versperren den Zugang zum U-Bahnhof Carlos Pellegrini, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Kampflieder werden angestimmt. Hunderte Fahrgäste warten draußen, der Großteil schimpft, weil er zur spät zur Arbeit kommt. Seit zwei Monaten vergeht in Buenos Aires keine Woche, ohne daß es nicht an irgendeiner Stelle zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt. Wenn es nicht die Beschäftigten der Subte sind, wie die U-Bahn dort genannt wird, dann sind es die Arbeiter des US-Lebensmittelkonzerns Kraft, die gegen Entlassungen protestieren. Vergangenen Freitag traten die Flugbegleiter am städtischen Flughafen in den Streik. »Die Regierung kann des Chaos’ nicht Herr werden«, freut sich die Tageszeitung Clarín. Einer der zahlreichen Nachrichtensender unterlegt seine Dauerberichterstattung mit dem Titel: »Die Stadt ist Geisel der Streikenden«. Worum es bei den Arbeitsniederle...

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