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30.11.2009 / Ausland / Seite 7

Radikale Forderungen

Venezuela: Kämpferische Gewerkschaften, Linkssozialisten und Kommunisten wollen weitreichende Reform des Arbeitsgesetzes durchsetzen

Maxim Graubner, Caracas
In der venezolanischen Belegschaft des japanischen Autoherstellers Mitsubishi brodelt es seit langem. Die Arbeiter beklagen miserable Arbeitsbedingungen. Als der Konzern nach heftigen Auseinandersetzungen im Frühjahr die Schließung seines Werkes in Venezuela in die Wege leiten wollte, wurde eine Verhandlungskommission unter Führung des Arbeitsministeriums eingerichtet. Heraus kam das Diktat eines Tarifvertrages. Das Papier sieht vor, daß 156 der knapp 2000 Arbeiter entlassen werden – darunter elf Belegschaftsvertreter. Dies will die Gewerkschaft SINGETRAM nicht akzeptieren. Statt der Einmischung des Ministeriums in den Arbeitskampf verlangt sie Verhandlungsautonomie.

Für eine »revolutionäre neue Arbeitsgesetzgebung« und aus Solidarität mit den Mitsubishi-Arbeitern sind in Venezuelas Hauptstadt Caracas in der vergangenen Woche Hunderte Werktätige aus dem ganzen Land auf die Straße gegangen. Es war die zweite Demonstration für die Novellierung des Ar...

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