26.11.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Terror aus der Luft

USA intensivieren unter Barack Obama Drohnenangriffe in Pakistan

Knut Mellenthin
Bisher 45mal schossen US-amerikanische Drohnen ihre Raketen auf Ziele in Pakistan ab, seit Barack Obama am 20. Januar das Präsidentenamt in Washington übernommen hat. Mehr als 500 Menschen wurden dabei getötet. Rund ein Viertel der Toten gelten selbst nach konservativen Schätzungen, als Zivilisten. Die meisten Opfer sind »low-level fighters«, also örtliche Stammeskrieger, die selbst bei maximaler Ausdehnung des Begriffs keine Kombattanten im »Krieg gegen den Terror« sind.

Friedensnobelpreisträger Obama hat bereits seinen Vorgänger George W. ­Bush überholt, der es in seiner gesamten achtjährigen Amtszeit lediglich auf 41 Drohnenangriffe gegen Pakistan gebracht hatte. Der erstmals am 7. Oktober 2001 in Afghanistan bewaffnet eingesetzte unbemannte Flugkörper »Predator« kam gegen Pakistan im Jahr 2006 zweimal und 2007 dreimal zum Einsatz. 2008 steigerte Bush die Zahl der Angriffe massiv, vor allem nach dem Rücktritt von Militärdiktator Pervez Musharraf Anfan...

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