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23.11.2009 / Inland / Seite 5

Günstig war gestern

In Berlin sind Sozialwohnungen um zehn Prozent teurer als frei finanzierte. Inzwischen hat das auch der SPD-Linke-Senat bemerkt

Christian Linde
Seit Jahren warnen Mieterorganisationen und außerparlamentarische Initiativen vor einer drohenden Wohnungsknappheit in Berlin. Doch seit seinem Amtsantritt im Jahre 2002 hat sich der SPD-Linke-Senat hartnäckig jeder Debatte über die Situation auf dem Wohnungsmarkt verweigert. Statt dessen wurden der öffentliche Bestand hemmungslos privatisiert, die Erträge der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zur Haushaltskonsolidierung herangezogen und die alarmierenden Zahlen über die drastischen Miet- und Nebenkostensteigerungen schöngeredet.

Doch nun deuten sich Korrekturen an: Am vergangenen Mittwoch beschloß der Hauptausschuß des Abgeordnetenhauses den Ausstieg aus dem Fördersystem des sozialen Wohnungsbaus. Bis dato bezuschußt das Land Eigentümer, damit diese die Miethöhe von Sozialquartieren niedrig halten. Allerdings reduziert sich die Subvention Jahr für Jahr um 13 Cent pro Quadratmeter und Monat. Dieser Betrag wird dann von den Vermietern in der Regel a...

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