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13.11.2009 / Ausland / Seite 7

Verschwindenlassen mit System

Philippinen: Seit zweieinhalb Jahren sucht Edita Burgos vergeblich nach ihrem entführten Sohn Jonas

Rainer Werning
Von Menschenrechten war weniger die Rede, als Hillary Clinton am Donnerstag zu einem zweitätigen Besuch auf den Philippinen eintraf. Vielmehr widmete sich die US-Außenministerin den Segnungen, die die Präsenz von Washingtons Militär in dem südostasiatischen Inselstaat mit sich bringen. Die dort stationierten Soldaten seien von »großem Nutzen« bei der Katastrophenhilfe gewesen, lobte Clinton.

Die Philippinen gelten mit ihren 88 Millionen Einwohnern als zuverlässige Partnerin Washingtons. Am Donnerstag sagte Clinton der Regierung weitere Finanzhilfen zu – Menschenrechte hin oder her. So wurden laut Recherchen der Nichtregierungsorganisation Karapatan seit dem Amtsantritt von Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo im Januar 2001 bis zum Frühjahr dieses Jahres über 1000 Menschen Opfer außergerichtlicher Hinrichtungen, 202 Personen verschwanden spurlos. Die Opfer von Mord und Entführungen kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft – es sind aktive A...

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