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05.11.2009 / 73 / Seite 15

Hitlers Ärzte

Entrechten, verfolgen, in den Tod treiben: Endlich wird daran erinnert, wie die Berliner Kassenärztliche Vereinigung mit ihren jüdischen Kollegen in der Nazizeit umging

Sigurd Schulze
Seit April 1933 entzog der Nazistaat systematisch jüdischen wie auch linken Ärzten die Kassenzulassung. 1938 wurde jüdischen Ärzten die Approbation entzogen. Ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz wurde untergraben, viele wurden ins Exil getrieben, die Zurückgebliebenen ab 1941 deportiert und ermordet. Das war nicht allein das Werk des Naziregimes, sondern auch der Standesorganisationen wie der Kassenärztlichen Vereinigung und der Mehrzahl der Kassenärzte. Profiteure der Vertreibung waren »arische« Berliner Ärzte, die ihre jüdischen Kollegen verfolgten, entrechteten, ins Exil und in den Tod trieben. Auch sie waren Hitlers willige Vollstrecker. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit waren vor allem junge Ärzte leicht gegen die Konkurrenz der jüdischen Kollegen zu mobilisieren. Den Terror übten nicht nur die SA aus, sondern auch die »lieben Kollegen«.

Diese Bilanz ziehen Rebecca Schwoch und Judith Hahn in ihrem Buch »Anpassung und Ausschaltung –...

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