17.10.2009 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Am BDI-Stammtisch

Der Schwarze Kanal

Werner Pirker
Ein in aufgeklärt-liberalen Kreisen weit verbreitetes Vorurteil besagt, daß der Rassismus vor allem ein Unterschichtenphänomen sei. Daß dem nicht so ist, hat zuletzt Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Bundesbank, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als falsch erweist sich auch die Vorstellung, daß der Rassismus von oben sich kultivierter, geistig anspruchsvoller äußere als der beim Kirchenwirt gepflegte.

Ein rechtes Wort zur rechten Zeit, lautet der Tenor aus der Sarrazin-Unterstützerfront. Dazu gehören Meinungsmacher wie FAZ-Mitherausgeber Berthold Kohler, Welt-Chefredakteur Thomas Schmid sowie der Chefprovokateur vom Dienst, Henryk M. Broder. Dazu gehört aber auch Hans-Olaf Henkel, der die Sache seiner Klasse fanatisch vertretene frühere Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Der schrieb in einem von der Zeitung Die Welt veröffentlichten Brief an Sarrazin: »Daß Sie in der Sache richtig liegen, ist Ihnen in den zurückliegenden Tage...

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