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14.10.2009 / Inland / Seite 8

»Schwule Migranten haben es doppelt schwer«

In Hamburg wurden zwei ausländische Studenten brutal angegriffen. Hohe Dunkelziffer. Ein Gespräch mit Farid Müller

Mirko Knoche
Farid Müller ist schwulen- und lesbenpolitischer Sprecher der Grün-Alternativen Liste (GAL-Fraktion) in der Hamburgischen Bürgerschaft

Sie hatten für Samstag zu einer Mahnwache in Hamburg-St. Georg aufgerufen, weil es dort vor zwei Wochen einen schwulenfeindlichen Übergriff gab. Was ist Ende September passiert?

Ein US-amerikanischer und ein südafrikanischer Austauschstudent wurden nachts auf dem Hansaplatz brutal angegriffen. Der Amerikaner konnte nicht flüchten, weil er gehbehindert ist. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem homophoben Tathintergrund aus. In einem persönlichen Gespräch bestätigte mir der überfallene US-Student die schwulenfeindliche Motivation der Täter.

Sind Ihnen ähnliche Fälle bekannt?

Die Schwierigkeit in Hamburg ist, daß viele gewaltsam attackierte Schwule nicht zur Polizei gehen. Somit gibt es keine verläßlichen Statistiken. Das antischwule Gewaltproblem existiert daher im öffentlichen Bewußtsein gar nicht. Vor zwei Jahren hatten...

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