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09.10.2009 / Inland / Seite 5

Neonaziblockierer in Berlin freigesprochen

Polizeizeugen widersprechen sich vor Gericht. Antifaschisten sehen sich bestätigt und rufen zu weiteren Aktionen auf

Theo Schneider
Am Donnerstag ist ein Antifaschist in Berlin freigesprochen worden. Mit rund 1500 weiteren Neonazigegnern hatte er am 6. Dezember vergangenen Jahres gegen einen Aufzug von knapp 600 Rechten protestiert. Die Neonazis wollten mit ihrem alljährlichen »Dezemberaufmarsch für ein nationales Jugendzentrum« durch den Ostberliner Stadtteil Lichtenberg ziehen. Mehrfach gelang es Antifaschisten, durch Sitzblockaden den Aufzug zu stoppen. Nur mit Mühe schaffte es die Polizei, die Straße zu räumen. Am Abend eskalierte die Situation, und Nazigegner wurden mit Wasserwerfern und Schlagstöcken durch die Straßen gejagt. Der Aufzug der Rechten mußte umgeleitet und drastisch verkürzt werden.

Für Gerald P. hatte der Tag ein juristisches Nachspiel vor dem Amtsgericht Tiergarten. Der Vorwurf der Anklage: versuchte Gefangenenbefreiung, Widerstand und versuchte schwere Körperverletzung. Nach Polizeiangaben soll der Mann bei einer Straßenblockade in der Sewanstraße/E...

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