Der Schwarze Kanal
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09.10.2009 / Ausland / Seite 7

Streik gegen Entlassungen

Konflikt bei US-Multi in Argentinien löst Protestwelle aus. Arbeitsministerium findet keine Lösung

Johannes Schulten
Bessere Vorsorgemaßnahmen gegen die auch in Argentinien grassierende Schweinegrippe (AH1N1) waren Mitte Juli das Ziel einer Betriebsversammlung der Beschäftigten einer Süßwarenfabrik des US-Nahrungsmittelmultis Kraft im Nordosten der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Einige Wochen später erhielten 152 an der Aktion beteiligte Arbeiter ihre Kündigung, fünf Mitglieder des Betriebsrats wurden suspendiert, obwohl sie über einen besonderen Kündigungsschutz verfügen. Die Arbeiter hätten, so die Begründung der Unternehmensführung, leitende Angestellte in ihrer Arbeit behindert und für mehrere Stunden in ihren Büros festgehalten.

Entgegen der Strategie der zuständigen Gewerkschaft für Ernährungsindustrie (STIA) setzten die Betroffenen nicht auf Verhandlungen, sondern besetzten kurzerhand die Fabrik, um ihre Wiedereinstellung zu erreichen. Nach einem Monat, am 22. September, ordnete der Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Daniel Scioli, die Räumung an, das...

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