07.10.2009 / Ausland / Seite 7

Schlag gegen den Frieden

Palästinensischer Präsident sabotiert Annahme des Goldstone-Berichts über Kriegsverbrechen während der Gaza-Aggression. Syrien sagt Abbas-Besuch ab

Karin Leukefeld
Einen »tödlichen Schlag« für den Frieden hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorausgesagt, sollte der kritische Goldstone-Bericht über Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Gaza-Krieges 2008/2009 vom UN-Menschenrechtsrat angenommen werden. Fünf Monate lang hatte der südafrikanische Richter Richard Goldstone mit seinem Team mögliche Kriegsverbrechen untersucht und war zu dem Ergebnis gekommen, daß sowohl Israel als auch die palästinensische Hamas sich Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht hätten. Israel hatte sich von Anfang an geweigert, mit dem UN-Untersuchungsteam zu kooperieren und unmittelbar nach Veröffentlichung eine massive Kampagne gestartet, um den Bericht unglaubwürdig zu machen. Die Hamas hat bereits erklärt, die Vorwürfe gegen sie untersuchen zu wollen, während Israel sich hartnäckig weigert, eigene Verbrechen zu überprüfen. Mehr als 1400 Palästinenser, zwei Drit...

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