29.09.2009 / Thema / Seite 10

Tiefgreifende Veränderung

Analyse. Bundestagswahlen 2009: SPD und Union laufen die Wähler weg. Einen Teil ­schnappen sich die kleinen Parteien, fast ein Drittel verweigert sich

Ekkehard Lieberam
Ein ruhiger Wahlkampf ist kein Garant für ein überraschungsarmes Wahlergebnis«, schrieb Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach kurz vor den Bundestagswahlen, am 9. September, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Aus der Sicht der Demoskopen war das Wahlergebnis dennoch ziemlich »überraschungsarm«. Das Problem der meisten Kommentatoren des Resultats ist allerdings, daß sie die vorausgesagten Ergebnisse im Wahlkampf nicht richtig zur Kenntnis genommen hatten. Daß Angela Merkel uns als Bundeskanzlerin erhalten bleibt, stand im übrigen von vornherein fest. Für eine Mehrheit von CDU/CSU und FDP im 17. Deutschen Bundestag sprach sehr viel. Ein Ergebnis von mindestens 48 Prozent der Wählerstimmen, von allen Demoskopen vorausgesagt, sollten bereits eine Mehrheit der Mandate garantieren. Tatsächlich sind es nun 48,4 Prozent, was zusammen mit 24 Überhangmandaten (20 waren vorausgesagt worden) eine deutliche Mehrheit für CDU/CSU und FDP im 17. Bunde...

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